Gestern habe ich die Löwenzahn-Woche mit einem leckeren Rezept für falsche Kapern aus Löwenzahnknospen gestartet und euch einen kleinen Überblick gegeben, was diese Woche noch so auf euch zukommt.

Außerdem habe ich euch den Löwenzahn anhand eines Steckbriefes vorgestellt und die Erkennungsmerkmale für einen richtige Bestimmung aufgezählt.

Den ganzen Bericht sowie das Rezept für die Löwenzahnkapern findet ihr in diesem Beitrag:

Löwenzahn-Woche Tag 1 & Löwenzahnkapern

Heute am Tag 2 der Löwenzahn-Woche gibt es ein leckeres Rezept für selbstgemachten Löwenzahnsirup für euch. Außerdem möchte ich euch ein paar Tipps zum richtigen sammeln mit auf den Weg geben.

 

Wichtige Tipps die ihr beim Kräutersammeln beachten solltet:

Sammelort:
Der Sammelplatz sollte nicht in Straßen- oder Bahnnähe sein, auch Plätze die Hunde gerne aufsuchen sind nicht so empfehlenswert.
Überdüngte Felder sollten auch gemieden werden. Oft ist ein von Löwenzahn übersätes Feld in der Blüte zwar wunderschön anzusehen, aber leider ein Zeichen für einen überdüngten Boden. Löwenzahn daher lieber dort sammeln, wo nicht die ganze Fläche mit ihm übersät ist.

Ein guter Sammelort ist z.B.: der eigenen Garten, biologisch bewirtschaftete Flächen sowie unbelastete Wiesen und Wälder.

Ausrüstung:
Korb, Obstnetz, Baumwoll- oder Papiertasche, Messer oder Schere, bei Bedarf Handschuhe, Schaufel zum Wurzelgraben, sowie ein Bestimmungsbuch

Sammelzeitpunkt:
Am besten an einem sonnigen, trockenen Tag sammeln, vor allem wenn ihr die Pflanzen später trocknen wollt.
Nach einer Regenperiode am besten ein paar Tage warten, ansonsten können eure Kräuter schimmeln beginnen.
Die Blüten werden am besten an einem sonnigen Tag um die Mittagszeit gesammelt.

Wenn ihr eure gesammelten Kräuter in der Küche gleich zu einem leckeren Gericht verarbeitet, könnt ihr sie auch vorher waschen.
Beim Trocknen für den Tee solltet ihr aufgrund von Schimmelgefahr auf das Waschen verzichten.

Auch die Blüten bitte nicht waschen, denn dann werden die wertvollen Pollen etc. weckgespült.
Dafür am besten die Blüten im Freien auf ein sauberes Geschirrtuch auflegen und mit einem weiteren Geschirrtuch abdecken. So können alle Insekten die sich noch in den Blüten versteckt haben davon kriechen.

Also egal ob für Löwenzahnsirup, veganen Honig oder sonstiges empfiehlt es sich die Blüten an einem unbelasteten Standort an einem trockenen Tag zu sammeln und nicht zu waschen.

Bitte immer nur gesunde Pflanzen ernten die gut aussehen.
Befallene, angebissene oder schmutzige Pflanzen besser stehen lassen.

 

Außerdem:

  • Bitte nur die Kräuter sammeln die ihr auch 100% bestimmen könnt!!
  • Nur so viel Kräuter sammeln wie ihr auch wirklich benötigt
  • Nicht alles an einem Platz sammeln
  • Immer etwas von der Pflanze stehen lassen, damit sie sich vermehren kann und ihr so ein Leben lang von ihr profitieren könnt. (Auch die Bienen und Insekten freuen sich, wenn für sie auch was stehen bleibt)

„Indianisch sammeln“ so haben wir das in unser Ausbildung zur Kräuterpädagogin immer genannt. Das heißt wenn ihr die obigen Punkte beachtet, wird nach dem Verlassen eures Sammelorts niemand merken, dass ihr da wart.

 

Wenn ihr die oben aufgezählten Schritte beachtet, steht auch nichts mehr im Weg und ihr könnt euch euern eigenen Löwenzahnsirup machen.

Wie´s geht verrate ich euch gleich hier:

Übrigens eignet sich der Sirup perfekt als erfrischendes Sommergetränk (z.B.: mit Zitrone, Minze Wasser und Eiswürfel). Auch zum Süßen kann er verwendet werden.

Aufgrund der Haltbarkeit nehme ich für den Sirup normalen Zucker und verwende den Sirup einfach sparsam.
Ihr könnt den Sirup auch mit Birkenzucker herstellen, jedoch ist er dann nur begrenzt haltbar.

Viel Freude beim Nachmachen und Genießen.

Löwenzahnsirup

Zutaten:

5 Hände voll Löwenzahnköpfe (1 Hand voll sind bei mir ca. 12-15 Köpfe)

2 L Wasser

2 Bio Zitronen

1 kg Zucker

Zubereitung

Die Löwenzahnblüten aus den Köpfen zupfen und mit dem Wasser in einem Topf geben.
Das Ganze für 5-10 Minuten zugedeckt leicht köcheln lassen.

Eine Zitrone in Scheiben schneiden und den Saft der 2. Zitrone zum Löwenzahnsud geben.
Nun soll der „Tee“  für mindestens 4h  (am besten über Nacht) ziehen.

Alles durch einen Sieb oder ein Baumwolltuch abseihen und am Herd erwärmen.

Den Zucker zugeben und für ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Den heißen Sirup in saubere Flaschen füllen, mit einem Etikett versehen und gut verschließen.

Der fertige Sirup kann mit Wasser oder Mineral verdünnt und genossen werden. Außerdem eignet er sich super zum Süßen von Desserts, Joghurt und Co.

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