In den kommenden Tagen dreht sich auf meinem Blog alles um die eine Pflanze, die momentan die ganzen Wiesen und Felder gelb erstrahlen lässt: den Löwenzahn.

Ich habe mich dazu entschieden, euch eine Woche lang alles rund um den Löwenzahn zu erzählen und euch jeden Tag mit einem neuen leckeren Rezept zu zeigen wie einfach es ist den Löwenzahn in den Alltag miteinzubauen.

Für den Löwenzahn habe ich mich deshalb entschieden, weil ich denke, dass ihn der Großteil von euch schon kennt und ihr ihm letzten Monat auch des Öfteren begegnet seid.

Außerdem möchte ich euch zeigen, dass der Löwenzahn zu Unrecht als Unkraut beschimpft wird.
Er eignet sich super in der Küche und ist dank seiner vielen Bitterstoffe ein tolles Kraut für die Leber, Galle und die Verdauung.
Auch bei Frühjahrskuren ist der Löwenzahn eine beliebte Pflanze um den Stoffwechsel nach den langen Wintermonaten wieder anzukurbeln und unsern Körpern mit jeder Menge Vitamine und Nährstoffen zu versorgen.

In der Volksmedizin wird der Löwenzahn unter anderem auch gerne bei Leber-, Gallen- sowie Verdauungsbeschwerden verwendet und zählt deshalb auch zu den Heilkräutern.

 

Diese Woche werdet ihr noch jede Menge über den Löwenzahn erfahren!
Hier ein kleiner Einblick was euch diese Woche so erwartet:

Heute ist der erste Tag meiner Löwenzahn-Woche und der startet mit Löwenzahn-Kapern. Es geht weiter mit einem Rezept für veganen Löwenzahnhonig, sowie eine Vorspeise, ein Hauptgericht und ja sogar eine Nachspeise mit Löwenzahn habe ich für euch vorbereitet.
Das und noch ein paar weitere Rezepte (insgesamt 7!!!) warten diese Woche auf euch.

Außerdem erzähle ich euch einiges über den Löwenzahn.
Unter anderem erkläre ich euch wie ihr ihn erkennt, die Inhaltsstoffe, für was er alles gut ist, wo man ihn findet und was ihr beim Sammeln so alles beachten solltet.

 

Also lasst uns mit der Löwenzahn-Woche und dem ersten Rezept dafür beginnen.

Hier noch ein kleiner Steckbrief vom Löwenzahn sowie den Erkennungsmerkmalen, damit ihr dann auch unbesorgt den Löwenzahn verarbeiten könnt.

Über das richtige sammeln von Wildkräutern werde ich euch diese Woche noch ein wenig erzählen.
Vorab aber Wichtig!!
Beim Sammeln von Wildkräutern BITTE immer nur das sammeln, was ihr auch zu 100% sicher bestimmen könnt und immer nur so viel mitnehmen wie ihr auch wirklich benötigt!!       DANKE =)

 

Steckbrief Löwenzahn:

Name: Löwenzahn ( Taraxacum officinale)

Familie: Korbblütler

Volksname: über 500 verschiedene wie z.B.:
Dotterblume, Kuhblume, Apothekerkraut, Bettsoacher, Pfaffenblume, Pusteblume,..

Standort: Wiesen, Äcker, Wegränder, Lichtungen

Verwendete Teile: Blätter, Stängel (Röhren), Blüten und Wurzeln
(Alles ist essbar, nichts vom Löwenzahn ist giftig!!)

Sammelzeit: Blätter: Frühling bis Spätherbst (am besten die jungen Blätter sammeln)
Blüte: April bis Ende Mai (2. Blütezeit auch im Spätsommer möglich)
Wurzeln: Frühjahr oder Herbst (vor oder nach der Blüte)

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Inulin, Cholin, Kalium, Magnesium, Eisen, Phosphor, Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin C, Kieselsäure, …

Eigenschaften: leberstärkend, gallebildend, gallenflussfördernd, harntreibend, nierenanregend, stoffwechselanregend,..

 

Erkennungsmerkmale:

Der Löwenzahn ist am besten anhand des Stängels erkennbar.

Stängel: rund, hohl, blattlos, unverzweigt, immer eine gelbe Blüte pro Stängel, außerdem enthält er den typischen weißen Milchsaft (der nicht giftig ist).

Blätter: gezahnt – gewellt, dunkel- hellgrün, „eiförmig“ -> Blätter werden nach obenhin breiter,  enthalten den weißlichen Milchsaft

Blüte: Korbblütler (200-300 einzelne Zungenblüten), Blütezeit April bis Ende Mai (2. Blütezeit im Spätsommer möglich) , nach der Blüte folg die sogenannte „Pusteblume“

Wurzel: tiefe Pfahlwurzeln, enthalten Milchsaft

Der Löwenzahn enthält in der Wurzel sowie in Blättern und Stängel den sogenannten Milchsaft, der aber nicht Giftig ist. Außerdem schmecken alle Teile bitter. Ausnahme macht hier die Blüte, die einen süßlichen honigähnlichen Geschmack hat.

 

So jetzt aber genug für heute vom Löwenzahn. Ein paar weitere Infos sowie viele weitere Rezepte folgen dann noch diese Woche.
Hier nun das erste Rezept mit Löwenzahn.

Hierfür habe ich die Löwenzahnknospen zu falschen Kapern verarbeitet.
Dafür braucht ihr die noch geschlossenen Löwenzahnblüten, die ihr am besten kurz vor der Blüte sammelt und dann gleich zu den leckeren „Kapern“ verarbeitet.

Wie das geht verrate ich euch gleich hier:

Löwenzahnkapern

Zutaten für 2 Gläser:

2 Einmachgläser Löwenzahnknospen (ca. 60g)

1 ½ Einmachgläser Apfel- oder Weißweinessig (ca. 250ml)

½ Einmachglas Wasser (ca. 80ml)

1 TL Salz

 

Zum Verfeinern (alles optional): 

1 TL gelbe Senfkörner

2 Lorbeerblätter

1 TL Pfefferkörner bunt

1 TL Wacholder

4-6 Nelken

Zubereitung

Den Essig und das Wasser mit den Gewürzen in einen Topf geben und erhitzen.

Die Löwenzahnknospen in saubere Gläser geben und das Ganze dann mit der heißen Essig-Gewürzmischung übergießen.

Deckel auf die noch heißen Gläser schrauben, mit einem Etikett versehen und für mindestens 4 Tage ziehen lassen.

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