Vor ein paar Tagen habe ich auf Instagram eine Story gepostet und meinen Followern gezeigt, wie ich aus Kichererbsenwasser im Handumdrehen veganen Eischnee zaubere.

Das möchte ich auch mit euch auf meinem Blog teilen und die ganzen Fragen, die mich dazu erreicht haben, in diesem Beitrag beantworten.

Auf meinem Blog findet ihr mittlerweile jede Menge Rezepte mit Kichererbsen, unter anderem die unterschiedlichsten Hummus-Rezepte sowie Eintöpfe und Co.
Kichererbsen sind ein richtig toller Eiweißlieferant und stehen deshalb bei vielen die sich rein pflanzlich ernähren weit oben am Speiseplan.
Wer von euch schon mal Hummus oder ein anderes Rezept mit Kichererbsen selbst gemacht hat, der kennt bestimmt das etwas dickflüssigere Wasser, in denen die gekochten Kichererbsen baden.

Dieses Wasser wird auch Aquafaba genannt (Aqua=Wasser, Faba= Bohne) und sollte nicht einfach über das Waschbecken entsorgt werden.

Dafür ist es eindeutig viel zu schade!!

In diesem Beitrag verrate ich euch was ihr alles aus dem Wasser der Hülsenfrüchte herstellen könnt und wie ihr aus nur wenigen Zutaten im Handumdrehen dieses leckere vegane Schokomouse zaubern könnt.

Bevor wir aber zum Rezept kommen verrate ich euch noch ein wenig mehr über das richtig tolle Aquafaba.

Wie ich oben schon erwähnt habe ist das Aquafaba das Wasser, das beim Kochen von Kichererbsen aber auch anderen Hülsenfrüchten entsteht.

Dieses Wasser kann man ganz einfach auffangen und dann mit dem Mixer wie Eischnee aufschlagen. Das klappt ganz ohne weitere Zutaten und kann dann für fast alle Rezepte bei denen herkömmlicher Eischnee vorkommt verwendet werden.
Das Wasser ist die perfekte vegane alternative dafür. Egal ob ihr damit backen wollt, eure Kekse verzieren oder so wie ich in diesem Beitrag ein veganes Schokomouse daraus zaubert.

Am besten eignet sich hierfür das Wasser aus den Kichererbsen.
Man kann aber auch das Wasser von weißen Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten verwenden.
Wenn ihr hierfür bereits gekochte Kichererbsen kauft, dann empfehle ich euch welche in Bio-Qualität am besten aus dem Glas und nicht in der Dose.

Das hat mehrere Gründe:

Im Glas ist meiner Meinung nach mehr dieser Flüssigkeit enthalten (wird aber bestimmt von Marke zu Marke unterschiedlich sein)

Die Bohnen in Bio-Qualität sind ohne schlechte Zusatz- und Konservierungsstoffe

Außerdem enthalten sie weniger Salz als herkömmliche
(wenn es zu viel Salz enthält dann schmeckt euer zubereitetes Gericht, was ja meist eine Süßspeise ist, etwas zu salzig und das wollen wir ja nicht).

Auch was den ökologischen Fußabdruck, Pestizide und Co. betrifft ist Bio immer die bessere Wahl.

 

Natürlich könnt ihr hierfür auch das Wasser von selbst gekochten Kichererbsen verwenden.

Hierfür müsst ihr zuerst getrocknete Kichererbsen kaufen, sie über Nacht einweichen (wichtig das „Einweichwasser“ wegschütten und mit frischen Wasser kochen) und am nächsten Tag die Kichererbsen etwa 2h mit frischem Wasser weich kochen.

Das übrige Kochwasser kann dann genauso verwendet werden.

TIPP:
Am besten lasst ihr die gekochten Kichererbsen noch 1-2 Tage im Kühlschrank ziehen und gießt sie danach ab.

So nun sollte alles klar sein oder??

Fast…
Denn eine Frage die ich sehr oft bezüglich des Kichererbsenwasser gestellt bekomme ist:

„schmeckt das denn überhaupt?“

Und
…“was Bohnen zum Nachtisch??“

Dazu habe ich nur eine Antwort und die lautet ganz klar:

„JAAAA, und wie!!!“

Wenn ihr wie oben schon erwähnt darauf achtet, dass nicht zu viel Salz in den Kichererbsen ist, könnt ihr es wie herkömmlichen Eischnee verarbeiten.

2 Esslöffel ersetzen in etwa 1 Ei.

Und keine Angst wegen dem Salz, ich gebe so gut wie in jede Süßspeise eine Prise Salz, denn das macht den Geschmack um vieles besser.

Also raus mit der Rührschüssel und überzeugt euch selbst wie schnell und einfach sich das Wasser der Kichererbsen zu Schnee zaubern lässt.

Sollte das Ganze doch ein wenig nach Kichererbsen schmecken dann könnt ihr einfach 1-2 Esslöffel Puderzucker / Staubzucker (für die zuckerfreie Variante z.B.: Puderzucker aus Birkenzucker) dazugeben.

Im folgende Rezept verrate ich euch nun wie ihr den veganen Schnee herstellt und das vegane  Schokomouse macht.

In einem weitern Beitrag der bald online kommt, zeige ich euch dann wie ihr mit dem veganen Schnee aus Aquafaba eure Weihnachtskekse verzieren könnt.

Ich hoff ich konnte euch vom Aquafaba überzeugen und ihr könnt es nicht mehr erwarten es selbst auszuprobieren.

Außerdem hoffe ich sehr, dass auch bei euch das bisher „wertlose“ Wasser der Kichererbsen das normalerweise weggekippt wird, nun etwas ganz was besonderes ist.

Ich freue mich sehr über eure Berichte und Rückmeldungen bezüglich des veganen Eischnee-Ersatzes.

Achja das vegane Schokomose kommt auch bei allen die sich nicht rein pflanzlich ernähren super gut an.

Mei Mann meinte übrigens, von ihm aus kann es nun jeden Tag Hummus geben da er nun auch weiß, was man aus dem übrigen Wasser tolles zaubern kann.

Außerdem meinte er, es war keine so gute Idee ihm zu sagen wie schnell und einfach ich daraus eine so köstlich Nachspeise zaubern kann, denn nun will er das öfter haben.

Viel Freude beim Ausprobieren und Nachmachen.

Schokomouse

Zutaten für 2-3 Personen:

Aquafaba von einem Glas Kichererbsen (siehe Beitrag)

60 g vegane Schokolade (ich verwende gerne eine mit Kokosblütenzucker aus dem Reformhaus)

1 EL Kokosöl

Optional:

½ Vanilleschote oder etwas Tonkabohne

Abrieb einer Bio Zitrone

Himbeeren und frische Minze

Bei Bedarf:

1-2 EL Puderzucker / Staubzucker ( für die zuckerfreie Version welchen aus Birkenzucker)

Zubereitung

Aquafaba (Bohnenwasser/Erbsenwasser) mit dem Mixer steif schlagen.

Währenddessen die Schokolade mit dem Kokosöl im Wasserbad schmelzen und etwas abkühlen lassen.

Die flüssige aber nicht zu heiße Schokolade langsam unter den veganen Eischnee rühren und das Ganze nach Bedarf mit etwas Vanille oder Tonkabohne verfeinern.

Wer will kann auch noch den Abrieb einer Bio-Zitrone dazugeben.

Tipp: Wenn ihr so wie ich am Foto etwas weißen Schaum als Deko haben wollt dann nehmt einfach etwas geschlagenes Aquafaba zur Seite, bevor ihr die Schokolade dazu gebt.

Das Mouse bei Bedarf noch mit etwas Zucker abschmecken und in 3 Gläser füllen.
Danach den weißen Schaum obendrauf geben und das Ganze für mindestens 1 Stunde (am besten über Nacht) in den Kühlschrank geben.

Das feste Mouse kann dann noch mit Himbeeren, frischer Minze und Schokostreuseln dekoriert und im Anschluss genossen werden.

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